'Made in Bangladesh’ und Nachhaltigkeit?

Montag, 1. Oktober 2018

DIE FABRIKEN

„Selbstverständlich“, antwortet uns Bruno, unser Mr Sustainability! „Heutzutage muss das Image von Bangladesch aufpoliert werden.  Auf unseren Etiketten steht übrigens: ‚Proudly made in Bangladesh'.“

Sind die Begriffe ‚Hergestellt in Bangladesch’ und ‚nachhaltig’ miteinander vereinbar?

Wir haben diese Frage Bruno Van Sieleghem, unserem Mr Sustainability gestellt:
Es gibt verschiedene Gründe, die dazu geführt haben, dass wir seit 2012 mit den Fabriken in Bangladesch zusammenarbeiten: die große Kompetenz ihrer Arbeiter (die man als Experten bezeichnen kann), die Modernität ihrer Produktionsinfrastruktur, ihre Nähe zu den Bezugsquellen für Baumwolle und ihre Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf die Herstellungskosten.

Natürlich hat die Katastrophe in der Textilfabrik Rana Plaza 2013 die verwerflichen Praktiken einer bestimmten Textilindustrie in Südostasien (und in anderen Regionen) aufgezeigt. Trotz des nicht zu rechtfertigenden menschlichen Dramas, das sich dort abgespielt hat, sahen wir keinen Grund, dieses Land und seine Bevölkerung ihrem Schicksal zu überlassen. Die Textilindustrie in Bangladesch ermöglicht es 4 Millionen Menschen zu leben, darunter viele junge Frauen, die auf diese Weise eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit erreichen.

Stanley/Stella ist bei seinen Einkäufen überaus anspruchsvoll: Wir wählen ausschließlich Fabriken aus, die den IAO-Standards (Internationale Arbeitsorganisation) entsprechen und die sich verpflichten, die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterziehen.  Durch die dauerhafte Präsenz von Marken, die unsere Werte teilen, wird Bangladesch das Ansehen erreichen, das es verdient, auch wenn der Weg dorthin noch lang ist.“ 






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