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Wasserbasierte Druckfarben – machen Sie mit beim Umstieg?

Mittwoch, 27. November 2019
Ebenso wie wir haben sich viele andere Unternehmen die Aufgabe gesetzt, Mensch und Umwelt zu respektieren. In dieser Ausgabe spricht Chris Dart von ASP, einem unserer offiziellen britischen Händler, über die ausschließliche Arbeit mit wasserbasierten Druckfarben und über die COUP-Kampagne gegen Plastisol.

ASP in der malerische Küstenstadt Newquay, Cornwall, ist der größte Lohnsiebdrucker mit GOTS-Zertifizierung (GOTS = Global Organic Textile Standard). Chris Dart gründete das Unternehmen vor 17 Jahren. 2019 beschloss er, nur noch mit wasserbasierten Druckfarben zu arbeiten. „Wir sind umgestiegen, weil es der richtige Schritt ist, sowohl für den Menschen als auch für unseren Planeten.

Die meisten T-Shirts für Einzelhandel, Festivals und Firmenkleidung in Großbritannien werden mit Plastisol-Druckfarben bedruckt, die PVC und manchmal sogar Phthalate enthalten. Das muss jedoch nicht sein. Anerkennung verdienen Farbenhersteller, die endlich Phthalate aus ihren Farbsystemen verbannt haben. Wenn es möglich ist, diese schädlichen Chemikalien nicht mehr ins Grundwasser und in Deponien einzubringen, dann sollten wir das auch tun.“

Wasserbasierte Druckfarben fördern auch die Gesundheit des Personals bei Siebdruckern, das nicht mehr den ganzen Tag über giftige Stoffe einatmen muss. „Plastisolfarben müssen mit Lösemitteln entfernt werden, die für diejenigen, die mit ihnen arbeiten, ziemlich schädlich sein können.

Neben den Umweltvorteilen des Verzichts auf Plastisol sorgen wasserbasierte Farben für einen weicheren Griff. Chris erläutert: „Die Farben dringen tiefer in den Stoff ein und werden ein Teil davon, anstatt nur einfach darauf zu haften. Dadurch sind Drucke unvergleichlich weich und flexibel. Dadurch ist die Bedruckung atmungsaktiver und schmilzt natürlich nicht beim Bügeln. Das Endergebnis ist deutlich besser.
Waterbased Ink ASP

Intricate printed design using water based ink on a Stanley/Stella garment.

Zwar sind die Umsätze bei ASP nach der Umstellung zurückgegangen, aber Gewinnspannen und Rendite sind höher. Chris argumentiert: „Warum nicht, wenn es den Menschen, dem Planeten und der Rendite hilft?
Obgleich das Bewusstsein für die schädlichen Auswirkungen von Einweg-Kunststoffen zunimmt, begreifen nur wenige Verbraucher, dass ihre bedruckten Kleidungsstücke zu der riesigen Plastikmenge beitragen, die jedes Jahr in Europa zum Einsatz kommen. Für Chris ist es Zeit, etwas zu verändern.
Bei Marken für den Einzelhandel und bei Festivals tut ein Systemwechsel not und wir müssen die Endverbraucher mit ins Boot holen. Deshalb haben wir unsere COUP-Kampagne (Cut Out Using Plastisol) gegen die Verwendung von Plastisol ins Leben gerufen.

Die Kampagne von ASP nutzt die sozialen Medien, um Licht auf die Umweltschäden durch PVC und Phthalate zu werfen, und argumentiert für einen Einstellungswandel in der Branche. „Polyvinylchlorid ist weltweit das am dritthäufigsten produzierte Kunststoffpolymer und ein Hauptbestandteil der Farben, die weithin zur Bedruckung von T-Shirts verwendet werden. Wir als Drucker können uns zum Umstieg verpflichten und ein Produkt liefern, das umweltfreundlicher und angenehmer zu tragen ist. Und Endverbraucher müssen sich bewusst sein, was in ihrer Kleidung verarbeitet wird und für sich und unseren Planeten etwas Besseres fordern.

COUP Campaign

Wie geht der Umstieg zu wasserbasierten Druckfarben vor sich?

  1. Die Umstellung sollte sorgfältig geplant werden, wobei viele Punkte zu berücksichtigen sind. Chris rät Folgendes:
    Die Arbeit mit wasserbasierten Farben ist etwas vollkommen anderes und erfordert andere Fertigkeiten. Das ist ein richtiger Lernprozess. Beginnen Sie mit Tests und bitten Sie Ihren Farbenlieferanten um Hilfe und Beratung.

  2. Nehmen Sie sich Zeit für den Übergang von Plastisol zu wasserbasierten Farben. Falls Sie künftig nur noch wasserbasierte Farben verwenden wollen, könnte sich die Einführung über 12 bis 18 Monaten erstrecken. Je schneller Sie starten, desto eher erreichen Sie Ihr Ziel!

  3. Bereiten Sie Ihre Kunden auf die Umstellung vor. Der Markt geht hin zu umweltfreundlicheren Prozessen, also warum nicht so viel darüber reden, wie Sie können? Ihre Kunden werden einen enormen Unterschied beim Endprodukt feststellen.

  4. Planen Sie Ihre Farbumstellung sorgfältig und denken Sie daran, dass Ihnen nicht nur durch den Wechsel Ihres Farbsystems Kosten entstehen, sondern auch durch die Umstellung einiger Ihrer Siebe auf andere Gewebefeinheiten.

  5. Sie sollten an die Farbtrocknung denken: Eventuell benötigen Sie einen längeren Tunnel an Ihrem Trockner. Plastisolfarben müssen nur eine bestimmte Temperatur erreichen, um zu trocknen. Wasserbasierte Druckfarben brauchen einen längeren Tunnel, in dem das Wasser aus dem Kleidungsstück verdampft, um vollkommen zu trocknen. Bei ASP haben wir zwei Trockner mit einem 3-m- bzw. 4-m-Tunnel.

  6. Am wichtigsten sind jedoch wahrscheinlich Schwung und Entschlossenheit der Firmenleitung und aller Mitarbeiter. Sie müssen fest daran glauben, einen Unterschied machen zu können. Es ist möglich und ASP ist der beste Beweis!

Wollen Sie mehr über die Kampagne #coupcampaign herausfinden, gehen Sie auf die Seite von ASP Garment Decorators auf LinkedIn oder kontaktieren Sie ASP.

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Bei Stanley/Stella arbeiten wir unablässig daran, unsere Auswirkungen auf die Umwelt abzumildern und unsere sozialen Verpflichtungen zu vertiefen, von der Herstellung der Baumwolle bis hin zu unseren fertigen, dekorierten Kleidungsstücken. Das können wir aber nicht allein schaffen. Warum nicht mitmachen?

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