"Wir glauben, dass der Mensch als Teil unseres Ökosystems unterstützt werden muss. Mit fairer Bezahlung und der Umsetzung konkreter Projekte nehmen wir diese verantwortungsvolle Aufgabe sehr ernst.“

- Céline Charveron, Sustainability Ambassador


Soziale Verantwortung


Wie die meisten internationalen Modemarken besitzen auch wir nicht die Webereien, Fabriken und Fertigungsanlagen, die unsere Stoffe herstellen. Wir sehen uns aber in der Verantwortung, dort für sichere und faire Arbeitsbedingungen zu sorgen. Daher arbeiten wir nur mit Lieferanten zusammen, die unsere Vision teilen. Um die sozialen Anforderungen, deren Einhaltung wi r von unseren Lieferanten erwarten, klar zu dokumentieren und zu kommunizieren, haben wir verschiedene Instrumente und Richtlinien entwickelt.

Kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung

Unsere Teams in Bangladesch und China stehen in engem Kontakt mit unseren Lieferanten, statten ihnen regelmäßig Besuche ab und entwickeln mithilfe von verschiedenen Monitoring-Berichten und -Tools Aktionspläne. Das umfasst:
  • Ein Tool zur täglichen Überwachung von Überstunden, mit dem wir die Überstunden in unseren Partnerfabriken erfassen und Probleme sofort erkennen können, um realistische Durchlaufzeiten sicherstellen zu können.
  • Einen monatlichen Bericht zur Überwachung der Nachhaltigkeit, der uns einen Überblick über die soziale Sicherheit, den Gebäude- und Brandschutz sowie den Gesundheitsschutz in unseren Partnerfabriken liefert.
  • Ein vierteljährliches Bewertungstool: die Supplier Sustainability Scorecard.
  • Ein jährliches Überwachungstool mit mehr als 100 sozialen, ökologischen und sicherheitsbezogenen Kriterien: der Sustainability Audit Report.


Verhaltenskodex


Mit dem Stanley/Stella-Verhaltenskodex bekennen wir uns zu unserem Engagement für faire und ethische Praktiken. Er gibt einen Überblick über alle Prinzipien, die wir für unsere Geschäftsabläufe als grundlegend erachten und muss von allen Partnerfabriken unterzeichnet und eingehalten werden.

Die Standards unseres Verhaltenskodex leiten sich von den acht grundlegenden Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) ab und entsprechen dem von der Fair Wear Foundation aufgestellten Kodex für Arbeitsbedingungen. Unser Verhaltenskodex besteht aus sieben Säulen:

  • Verbot von Kinderarbeit 
  • Keine Diskriminierung 
  • Verbot von Zwangs- und Pflichtarbeit sowie Disziplinarmaßnahmen 
  • Vereinigungsfreiheit 
  • Arbeitszeiten 
  • Vergütung 
  • Gesundheit & Sicherheit am Arbeitsplatz

Zusätzlich müssen unsere Lieferanten sich verpflichten, weitere soziale, ökologische und sicherheitsbezogene Standards einzuhalten.


Fair Wear Foundation


Die Fair Wear Foundation (FWF) ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die mit Bekleidungsmarken, Fabriken, Unternehmensverbänden, NGOs und Regierungen zusammenarbeitet, um die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie weltweit zu verbessern.

Stanley/Stella ist seit der Unternehmensgründung Mitglied und hat mittlerweile, dank unserer Erfolge, den Leader-Status erreicht. Wir veröffentlichen jährlich einen detaillierten Brand Performance Check, in dem unsere Anstrengungen im sozialen Bereich und die Ergebnisse der Überwachungs- und Abhilfemaßnahmen in allen unseren Partnerfabriken beschrieben werden. 

Im Rahmen unserer FWF-Mitgliedschaft haben wir verschiedene Maßnahmen implementiert: Fabrikaudits und Korrekturmaßnahmen, eine Beschwerde-Hotline für Fabrikarbeiter sowie Bildungsprogramme am Arbeitsplatz, um die Sensibilisierung und Kenntnisse der Arbeiter über ihre Rechte zu verbessern.
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Die acht Säulen der FWF



Freie Wahl des Arbeitsplatzes
Keine Ausbeutung durch Kinderarbeit
Keine Diskriminierung bei der Beschäftigung
Rechtsverbindlicher Arbeitsvertrag
Zahlung eines existenzsichernden Lohns
Begrenzung der Arbeitszeit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen
Vereinigungsfreiheit


Existenzsichernde Löhne


Wir arbeiten mit einigen der verantwortungsvollsten Fabriken mit den höchsten ethischen Maßstäben zusammen. Wir streben an, dass alle Fabriken faire Löhne zahlen, die die Lebenshaltungskosten decken. 

In Bangladesch hat die Regierung einen Mindestlohn festgelegt, um eine faire Bezahlung der Textilarbeiter sicherzustellen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Bekleidungshersteller zu garantieren.
Unsere Partnerfabriken garantieren nicht nur diesen Mindestlohn und erfüllen grundlegende gesetzliche Anforderungen, wie eigene Kindertagesstätten, Mutterschaftsurlaub und Krankenversicherung, sondern bieten ihren Arbeitskräften auch zusätzliche Leistungen. Dazu gehören beispielsweise die Übernahme der Fahrtkosten, Leistungs- und Anwesenheitsprämien sowie steigende Lohntarife. Der Mindestlohn entspricht jedoch nicht dem von der Global Living Wage Coalition (GLWC) festgelegten existenzsichernden Lohn.*

Wir setzen uns dafür ein, dass alle unsere Partnerfabriken einen fairen Lohn zahlen, der die Lebenshaltungskosten deckt und sind immer auf der Suche nach neuen innovativen Lösungen zur existenzsichernden Entlohnung der Arbeitskräfte. Mit dem Einsatz und der Unterstützung von CEO und Top-Management investieren wir weiter in konkrete Projekte, wie die Lebensmittelläden mit fairen Preisen, mit denen die Kaufkraft der Arbeiter und ihre Lebenssituation unmittelbar verbessert werden kann.

Seit 2020 subventionieren wir in den Fabriken Interstoff, Meghna und Aus Bangla Lebensmittelläden mit fairen Preisen, in denen Grundnahrungsmittel wie Reis, rote Linsen, Salz und Zucker zu einem Preisnachlass von fast 50 % an rund 38.000 Arbeiter ausgegeben werden.
*Die GLWC definiert einen existenzsichernden Lohn als „die Vergütung, die ein Arbeiter für eine Standard-Arbeitswoche [zu einer bestimmten Zeit und] an einem bestimmten Ort erhält und die ausreicht, um dem Beschäftigten und seiner Familie einen angemessenen Lebensstandard zu ermöglichen. Zu den Elementen eines angemessenen Lebensstandards gehören Nahrung, Wasser, Wohnen, Bildung, Gesundheitsversorgung, Transport, Kleidung und andere Grundbedürfnisse, einschließlich der Vorsorge für unerwartete Ereignisse.“


Projekte vor Ort


Neben unserem Engagement für sichere und gerechte Arbeitsbedingungen sowie eine faire Bezahlung in unseren Partnerfabriken möchten wir auch das soziale Umfeld der Arbeiter unterstützen. Einige Projekte befinden sich derzeit bereits in der Umsetzungsphase. Weitere Projekte sollen folgen. 

Der Zugang zu einer sicheren und zuverlässigen Versorgung mit sauberem Wasser ist nicht nur für die Gesundheit und Würde der Menschen grundlegend, sondern spielt auch eine wichtige Rolle für den Lebensunterhalt vieler Menschen, zum Beispiel in kleinen lebensmittelverarbeitenden Betrieben. 

2022 haben wir mit unserem Partnerentkörnungsbetrieb Pratima in Indien ein erstes Projekt für die abgelegene Gemeinde Bhejiguda im Distrikt Balangir im indischen Bundesstaat Odisha umgesetzt. Die Gemeinde ist nicht an das Stromnetz angeschlossen, sodass der Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser schon immer schwierig und eine Herausforderung war. Offene Tümpel und Brunnen sind die einzigen Wasserquellen, die aber im Sommer immer austrocknen, sodass die Frauen lange Strecken zurücklegen müssen, um Trinkwasser zu beschaffen. 

Im Juli 2022 haben wir eine mit Solarenergie betriebene Tauchpumpe eingebaut, um das ganze Jahr über eine zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser sicherstellen zu können. Das Projekt ist dank des Einsatzes von Solarenergie finanziell und ökologisch nachhaltig und hat die Lebensqualität der kompletten Gemeinde verbessert.


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